Vorträge Südamerika-Reise & Forschung zu Pascual Cuña & Ernest Wilhelm de Moesbach
Rückblick
Bei unserer Veranstaltung am 12.7. hatten wir dieses Mal gleich zwei Höhepunkte. Zum einen hat uns Ignacio Helmke aus Münster besucht und Karl Streif sowie sein Reisekollege Rolf Hauss haben uns über ihre Reise durch Argentinien und das Land der Mapuche berichtet
Ignacio Helmke, der schon am 11.7. anreiste und sowohl auf der Herfahrt als auch auf der Rückfahrt am 12.7. nach Münster mit der Deutschen Bundesbahn Opfer gewaltiger Verspätungen wurde, hat uns über seine Forschungen zu Pascual Cuña (Oberhaupt der indigenen Mapuche in Araukanien, Chile) und Ernst Wilhelm berichtet. Ernst Wilhelm und Pascual Cuña haben bei ihrem ethnologischen Werk über die Mapuche eng zusammengearbeitet. Ignacio Helmke hat in seinem Vortrag ein interessantes Spannungsfeld beschrieben. Nämlich die Rolle der Kapuziner Missionare zwischen Landnahme und Unterdrückung der Mapuche durch die chilenische Regierung einerseits und der Kolonialisierung auch durch deutsche Einwanderer andererseits. Er trug die Schlussfolgerung vor, dass die Mapuche insbesondere auch durch Ernst Wilhelm “Schutz” erfuhren. Ernst Wilhelm äussert sich in seinen Büchern mehrfach gut dokumentiert kritisch zur Behandlung der Mapuche durch Einwanderer.
Als Gastgeschenk stellte Ignacio Helmke dem Heimatmuseum den digitalen Zugang zu Archivmaterial aus Altötting (Kapuzinerarchiv) und dem Kapuzinerarchiv in Chile zur Verfügung.
Danke Ignacio für den sehr interessanten Vortrag und für das Archivmaterial!
Karl Streif, der unserem Museum seit Beginn der Campagne für Ernst Wilhelm als Namensgeber der Grundschule in Mösbach verbunden ist, hat mit seinem befreundeten Kollegen Rolf Hauss vor einigen Jahren eine Argentienreise, die die beiden auch durch Mapuche Gebiet führte, unternommen.
Das riesige Land haben die Beiden per Flugzeug, per Bahn und Bus und natürlich auf weiten Strecken zu Fuß bereist. Die Beiden haben im Wechsel ihre Bildpräsentation kommentiert, die durch die atemberaubende Bergwelt von Argentinien bis tief in den Süden nach Feuerland führte. Berge, Seen, Kleinstädte Dörfer, Menschen und die gesammelten Eindrücke formten eine Kulisse, wie sie Ernst Wilhelm in Chile, dem Nachbarland von Argentinien, in seinem Alltag erlebt haben dürfte.
Vielen Dank an die beiden Reisenden, Karl Streif und Rolf Hauss!